Fast 600 mal: Leben rauf, Bahn runter!

Unser Info­stand war ein vol­ler Erfolg. An den ins­ge­samt sechs Nach­mit­ta­gen konn­ten wir vor dem EDEKA Fratzl in der Fasa­ne­rie vie­le Anwoh­ner dar­über infor­mie­ren, was die Stadt und das Land mit unse­rem Orts­teil vorhaben. 

Nach den Erfah­run­gen mit der SEM und zahl­rei­chen wei­te­ren Vor­ha­ben hat sich bei vie­len Fasa­na­rie­lern eine gewis­se Resi­gna­ti­on ein­ge­stellt, dass „die da oben eh‘ machen, was sie wol­len“. Abge­se­hen davon, dass allei­ne die­ser Ein­druck höchst pro­ble­ma­tisch ist für eine funk­tio­nie­ren­de Demo­kra­tie, ist Intrans­pa­renz gera­de bei Bau­vor­ha­ben die­ser Grö­ßen­ord­nung pures Gift für die Akzep­tanz. Bür­ger, die sich aus­ge­schlos­sen füh­len, weil sie den Ein­druck bekom­men, dass man über ihre Köp­fe hin­weg plant und ent­schei­det, ver­lie­ren Inter­es­se, sich aktiv in die Gesell­schaft und Gemein­schaft einzubringen. 

Das ist vor allem auf kom­mu­na­ler Ebe­ne fatal. 

Um bei die­sem Bau­vor­ha­ben über­haupt zu ver­ste­hen, was geplant wird, wer betrof­fen ist, wem das Vor­ha­ben nutzt und wel­che Fol­gen es haben wird, hat die Interessen­gemeinschaft Fasa­ne­rie aktiv die Plä­ne des Bau­trä­gers auf die Aus­wir­kun­gen für den Orts­teil unter­sucht. Dar­aus ist eine Bro­schü­re ent­stan­den, die wir kos­ten­los an alle Haus­hal­te in der Fasa­ne­rie ver­teilt haben. Zusätz­lich haben wir in vie­len per­sön­li­chen Gesprä­chen an unse­rem Info­stand über den Stand und die wei­te­ren Plä­ne informiert. 

Er war ein vol­ler Erfolg, vor allem auch, da wir den Anwoh­nern ver­mit­teln konn­ten, dass sie als Bür­ger durch­aus Mit­tel haben, Ein­fluss zu nehmen. 

Und so haben sich mitt­ler­wei­le 597 Ein­sprü­che allei­ne an unse­rem Stand ange­sam­melt, die wir vor dem Ende der Ein­spruchs­frist am 20. Juli 2021 der Regie­rung von Ober­bay­ern über­ge­ben wer­den. Damit wird recht deut­lich, dass ein gro­ßer Teil der Anwoh­ner die aktu­el­len Pla­nun­gen für unzu­rei­chend hält und alle Betei­lig­ten (Bahn, Land und Stadt) dazu auf­for­dert, sich noch­mals Gedan­ken über eine zukunfts­fä­hi­ge und nach­hal­ti­ge Lösung Gedan­ken zu machen – statt sie hin­ter dem Rücken und zum Scha­den der Anwoh­ner durchzudrücken. 

Vie­len Dank an alle Hel­fer und Teil­neh­mer und Fasa­ne­rie­ler, die zahl­rei­che inter­es­san­te und gute Ideen in die Dis­kus­sio­nen ein­ge­bracht haben.

So geht Demokratie!

Schr.-Dr.-Grossmann‑7.21

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