Anne und Dr. Otto Reinach

Anne Rei­nach * 17.6.1879 Ulm; † 23.11.1941 Kowno

Dr. Otto Rei­nach * 7.1.1870 Neustadt/Pfalz; † 6.12.1938 KZ Dachau 

Rei­nach­stra­ße (seit 1947) in der Fasanerie

Otto Rei­nach stu­dier­te in Erlan­gen Medi­zin und erhielt sei­ne Appro­ba­ti­on 1894. Er wur­de füh­ren­der Kin­der­arzt in Mün­chen, Lei­ter des Säug­lings­heims, Sani­täts­rat, Hof­rat und Grün­der des Bezirks­ver­bands für Säug­lings­pfle­ge in München.

Er wur­de wegen sei­ner jüdi­schen Her­kunft 1933 ent­las­sen und prak­ti­zier­te am Pro­me­na­de­platz pri­vat wei­ter. In der Reichs­po­grom­nacht am 9.11.1938 wur­de er in „Schutz­haft“ genom­men und starb wohl an Miss­hand­lun­gen unter unge­klär­ten Umstän­den im KZ Dachau.

Ehe­frau Anne, geb. Bern­hei­mer, muß­te 1941 ins „Juden­la­ger“ Mil­berts­ho­fen zie­hen. Sie wur­de vom Güter­bahn­hof dort mit 1.000 Ande­ren in Wagons nach Litau­en trans­por­tiert und ermor­det. Ihr Pass­bild ist, wie das von ande­ren Depor­tier­ten, im Stadt­ar­chiv Mün­chen erhalten.

Das Grab von Otto Rei­nach befin­det sich auf dem Neu­en Jüdi­schen Friedhof.

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