Vol­les Haus bei Infor­ma­ti­ons­abend des BA24

Trotz der extrem kurz­fris­ti­gen Ein­la­dung nur zwei Tage vor­her fan­den über 100 Leu­te am Frei­tag, 18. Juli 2014 zum Infor­ma­ti­ons­abend des BA24 zum The­ma Bau­vor­ha­ben Am Schnepfen­weg.

Ein­ge­la­den hat­te der BA-Vor­sit­zen­de Mar­kus Auer­bach das Refe­rat für Gesund­heit und Umwelt (RGU) der Stadt Mün­chen, das Was­ser­wirt­schafts­amt und den Bau­trä­ger HI Wohn­bau GmbH. Letz­te­rer glänz­te aller­dings durch Abwe­sen­heit. Die Stadt Mün­chen erklär­te den Sach­ver­halt und deu­te­te an, wel­che Auf­la­gen im Fal­le einer Ertei­lung der was­ser­recht­li­chen Geneh­mi­gung denk­bar wären. So ent­stand der Ein­druck, als wäre eine Ent­schei­dung, die Geneh­mi­gung zu ertei­len bereits beschlos­se­ne Sache, was auf wenig Ver­ständ­nis bei den Anwoh­ner traf. Offen­sicht­lich herr­schen zwi­schen den hydro­geo­lo­gi­schen Gut­ach­ten des Bau­trä­gers und der Anwoh­ner deut­li­che Dis­kre­pan­zen.

Die Anwoh­ner mach­ten ihre Sicht der Din­ge klar und äußer­ten ihre Befürch­tun­gen, wel­che Fol­gen die geplan­te Bau­gru­ben­um­schlie­ßung des Bau­vor­ha­bens haben könn­te. Sie erin­ner­ten auch an die Pro­ble­me, die der Bau des Sam­mel­ka­nals in Feld­moching in den Neun­zehn­hun­dert­neun­zi­ger Jah­ren ver­ur­sacht hat, wo seit­her in ste­ter Regel­mä­ßig­keit die Kel­ler der Anwoh­ner voll­lau­fen. Dort pro­zes­sie­ren die Anwoh­ner bereits seit Jah­ren ohne Ergeb­nis. Eine Aus­sicht, auf die die Anwoh­ner in der Fasa­ne­rie ver­ständ­li­cher­wei­se kei­ne Lust haben. Es wur­de dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Grund­was­ser­si­tua­ti­on im Gegen­satz zu Feld­moching in der Fasa­ne­rie noch ver­schärft ist, da der Nor­mal­pe­gel sich deut­lich höher – also näher zur Ober­flä­che – befin­det. Das vom Gut­ach­ter des Bau­her­ren favo­ri­sier­te Grund­was­ser­mo­dell, wur­de bis­her in der Fasa­ne­rie nie­mals ange­wandt, daher ist frag­lich, ob die­ses hier über­haupt ange­wandt wer­den kann. Oben­drein muss­te der Ver­tre­ter des Was­ser­wirt­schafts­amts zuge­ben, dass das Gut­ach­ten nur unvoll­stän­di­ge Wer­te bereit­hielt, auf denen die Argu­men­ta­ti­on fußt.

Es bleibt zu hof­fen, dass sich die Ver­tre­ter der Stadt die Sor­gen und Ein­wän­de der Bür­ger noch ein­mal genau anschau­en, das Gut­ach­ten hin­ter­fra­gen und mög­li­cher­wei­se am Ende doch die Ent­schei­dung tref­fen, die was­ser­recht­li­che Geneh­mi­gung nicht zu ertei­len.


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