29. Wan­de­rung zum Tegernsee

Nach meh­re­ren Anläu­fen hat­ten Bar­ba­ra und Erwin Tau­be end­lich den rich­ti­gen Tag mit blau-wei­ßem Him­mel ausgemacht.

Drei­zehn mun­te­re Wan­ders­leut mit fünf neu­en Gesich­tern tra­fen sich um 8:45 Uhr am S‑Bahnhof Fasa­ne­rie. Auf Emp­feh­lung von Irm­gard stand der Gmund­ner Höhen­weg bis Tegern­see auf dem Plan. Ers­te Auf­re­gung, als Erwin sei­ne Stö­cke am Bahn­hof ver­ges­sen hat­te – ein Nach­bar half aus.

Schließ­lich erreich­ten wir mit der BOB um 10:30 Uhr Gmund. Ent­lang des Ufer­we­ges, wo „Tho­mas Mann gera­de sei­nen Hund füt­ter­te“, begrüß­te uns die traum­haf­te Seen­ku­lis­se mit den Tegern­seer Ber­gen. Doch zunächst ging es über die Ufer­stra­ße hin­auf zur Ein­bie­gung auf den Höhen­weg. Der beque­me Weg führ­te uns vor­bei alten schö­nen Bau­ern­häu­sern, Alm­wie­sen und Weg­kreu­zen zum ein­la­den­den Hof­la­den in Ober­buch­berg. Gestärkt führ­te uns ein Wald­weg, umsäumt von blü­hen­dem Bär­lauch und Wald­meis­ter, abwech­selnd durch hohen Misch­wald mit offe­nen Lich­tun­gen und herr­li­chen Aus­sich­ten auf den See und dem mar­kan­ten Hirschberg.

Eini­gen fiel auf, dass die Weg­wei­ser seit län­ge­rer Distanz imm 1¼ Stun­den nach Tegern­see anzeig­ten – wohl eine typisch baye­ri­sche Fehl­ein­schät­zung von Zeit- und Raum­ge­fühl? Nach dem letz­ten irre­füh­ren­den 1¼ Stun­den Schild ging es nach gemüt­li­chen 3 Stun­den kur­zer­hand hin­un­ter, ent­lang des ein­la­den­den See­ufers zur wohl­ver­dien­ten Ein­kehr im Tegern­seer Bräuhaus.

Nach einem fri­schen Bier und Schweins­ha­xen waren die Mühen ver­ges­sen und um 15 Uhr ging es per Schiff hin­über nach Bad Wies­see. Jetzt war die Rund­um­sicht auf die gan­ze Tegern­seer Alpen­land­schaft frei mit Rottach-Egern, Wall­berg, Baum­gar­ten­schneid, Neu­re­ut­haus… Nach einem gemüt­li­chen Spa­zier­gang ent­lang der gepfleg­ten Ufer­pro­me­na­de mit Holz­lie­gen und Was­ser­tre­ten krön­ten wir den wun­der­schö­nen Erleb­nis­tag bei Kaf­fee und Kuchen in der „Königs­lin­de“. Erst gegen 19:40 Uhr erreich­ten wir mit Bus und BOB glück­lich und zufrie­den unse­re Fasanerie.

Foto: Erwin Taube

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